Was ist ein Beispiel für einen Affiliate? Praxisbeispiele aus dem Affiliate-Marketing

Was ist ein Beispiel für einen Affiliate? Praxisbeispiele aus dem Affiliate-Marketing

Was ist ein Beispiel für einen Affiliate?

Ein Affiliate ist eine Person oder ein Unternehmen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung bewerben, um eine Provision auf Verkäufe zu verdienen. Häufige Beispiele sind Social-Media-Influencer, Blogger, YouTuber und Vergleichsseiten, die ihren Zielgruppen individuelle Tracking-Links zur Verfügung stellen.

Affiliate-Beispiele im modernen digitalen Marketing verstehen

Ein Affiliate ist im Grunde ein Drittanbieter, der durch die Vermittlung von Verkäufen oder Leads für die Produkte oder Dienstleistungen eines Händlers Provisionen verdient. Das Affiliate-Marketing-Modell hat sich seit der Einführung durch Amazon Mitte der 1990er Jahre erheblich weiterentwickelt und ist heute eine milliardenschwere Branche, die etwa 16 % aller Online-Bestellungen in den USA ausmacht. Heute nutzen über 80 % der Marken Affiliate-Marketing als zentralen Bestandteil ihrer Digitalstrategie, was es zu einem der am weitesten verbreiteten und effektivsten Marketingkanäle macht. Der Reiz des Affiliate-Marketings liegt in seiner leistungsabhängigen Struktur – Händler zahlen nur bei tatsächlichen Ergebnissen, was es zu einer risikoarmen, aber renditestarken Marketing-Investition für Unternehmen jeder Größe macht.

Praxisbeispiele für Affiliates

Social-Media-Influencer

Social-Media-Influencer zählen heute zu den sichtbarsten und wirkungsvollsten Affiliates im digitalen Umfeld. Diese Content Creator nutzen ihre etablierten Zielgruppen auf Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube und Facebook, um Produkte durch authentische Empfehlungen zu bewerben. Ein Fitness-Influencer mit 500.000 Instagram-Followern könnte beispielsweise mit einer Sportbekleidungsmarke kooperieren und Produktfotos sowie Videos mit seinem individuellen Affiliate-Link in der Bio oder Story teilen. Wenn Follower auf den Link klicken und einkaufen, erhält der Influencer eine Provision – typischerweise zwischen 5 % und 20 %, abhängig vom Partnerprogramm. Die Stärke von Influencer-Affiliates liegt in ihrer Glaubwürdigkeit und dem Vertrauensverhältnis zu ihrem Publikum; Follower kaufen eher Produkte, die von jemandem empfohlen werden, dem sie folgen und den sie schätzen, als durch klassische Werbung. Micro-Influencer mit kleineren, aber sehr engagierten Communities übertreffen dabei oft größere Accounts in puncto Conversion-Rate und sind besonders wertvolle Partner für Nischenmarken.

Blogger und Content Creator

Blogger bilden das traditionelle Rückgrat des Affiliate-Marketings und sind weiterhin sehr effektive Partner für Händler. Ein Food-Blogger kann beispielsweise einen ausführlichen Rezeptartikel verfassen, in dem er ein bestimmtes Küchengerät vorstellt und seinen individuellen Affiliate-Link in den Inhalt integriert. Wenn Leser darauf klicken und das Gerät kaufen, erhält der Blogger eine Provision auf diesen Verkauf. Tech-Blogger, die Software rezensieren, Lifestyle-Blogger, die Wohnaccessoires empfehlen, und Finanz-Blogger, die Budgetierungstools vorstellen, sind typische Vertreter dieses Modells. Der Vorteil von Blogger-Affiliates liegt in ihrer Fähigkeit, ausführliche, SEO-optimierte Inhalte zu erstellen, die in Suchmaschinen gefunden werden und über Monate oder Jahre hinweg organischen Traffic generieren. Ein einziger gut geschriebener Produkt-Review kann über Jahre hinweg passives Einkommen bringen, da er fortlaufend von Nutzern gefunden wird, die nach Lösungen für spezifische Probleme suchen. Erfolgreiche Blogger bauen ganze Unternehmen rund um Affiliate-Marketing auf und erzielen mit strategischer Produktempfehlung, die sie selbst nutzen und schätzen, sechsstellige Jahreseinkommen.

YouTuber und Video-Content-Creator

YouTube hat sich zu einer mächtigen Plattform für Affiliate-Marketing entwickelt, auf der Creator durch Videoinhalte beachtliche Provisionen erzielen. Ein Tech-YouTuber könnte etwa ein Unboxing-Video für ein neues Smartphone erstellen, detaillierte Rezensionen und Vergleiche liefern und Affiliate-Links in der Videobeschreibung platzieren. Interessierte Zuschauer können über den Link direkt beim Händler kaufen, wobei der YouTuber für jeden Verkauf eine Provision erhält. Das Videoformat eignet sich besonders gut für Affiliate-Marketing, da Produkte direkt im Einsatz gezeigt werden und so durch visuelle Belege für Funktion und Qualität Vertrauen aufgebaut wird. Gaming-YouTuber bewerben Gaming-Zubehör, Beauty-YouTuber empfehlen Make-up und Hautpflegeprodukte, und Reise-YouTuber stellen Buchungsplattformen und Koffermarken vor. Die Engagement-Rate auf YouTube ist meist höher als auf anderen Plattformen, und der Algorithmus belohnt konsistente, hochwertige Inhalte – ideale Voraussetzungen für einen nachhaltigen Affiliate-Einkommensstrom.

Vergleichs- und Testportale

Spezialisierte Vergleichs- und Testportale fungieren als starke Affiliates, indem sie Produktinformationen bündeln und Verbrauchern helfen, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Websites wie Wirecutter (The New York Times), Gear Patrol und Outdoor Gear Lab haben sich durch ausführliche, unabhängige Produktreviews und Vergleiche große Zielgruppen aufgebaut. Sie verdienen Affiliate-Provisionen, wenn Leser über ihre Links Produkte kaufen. Die Stärke solcher Vergleichsportale liegt in ihrer Autorität und Gründlichkeit – sie testen Produkte umfassend, vergleichen verschiedene Modelle und bieten detaillierte Spezifikationen sowie Pro- und Contra-Listen. Verbraucher vertrauen diesen Seiten, weil sie unabhängig und fundiert wirken, anders als klassische Werbung. Viele Vergleichsportale sind auf bestimmte Nischen spezialisiert (Outdoor, Technik, Haushaltsgeräte) und werden für Konsumenten zur ersten Anlaufstelle in diesen Bereichen, wodurch sie durch hochwertige Inhalte und gezielten Traffic beachtliche Affiliate-Einnahmen erzielen.

Provisionsmodelle und Vergütungsstrukturen

Affiliate-TypÜbliche ProvisionshöheAm besten geeignet fürDurchschnittlicher Monatsverdienst
Social-Media-Influencer5-20 %Mode, Beauty, Lifestyleprodukte500–50.000 $+
Blogger8-15 %Nischenprodukte, Software, Services300–10.000 $+
YouTuber5-25 %Technik, Gaming, Lifestyleprodukte1.000–100.000 $+
Vergleichsportal5-15 %Kaufintensive Produkte5.000–500.000 $+
E-Mail-Newsletter10-20 %B2B-Software, Kurse, Dienstleistungen200–5.000 $+
Gutschein-/Deal-Seite3-10 %Einzelhandel, E-Commerce-Produkte1.000–50.000 $+

Verschiedene Affiliate-Programme vergüten Partner nach unterschiedlichen Modellen. Am häufigsten ist das Pay-per-Sale (PPS)-Modell, bei dem Affiliates einen Prozentsatz oder einen festen Betrag pro Verkauf erhalten. Beim Pay-per-Lead (PPL) erhalten Affiliates eine Vergütung für qualifizierte Leads, etwa E-Mail-Anmeldungen oder Testregistrierungen, ohne dass ein Kauf notwendig ist. Pay-per-Click (PPC) bedeutet, dass für jeden Klick auf den Affiliate-Link gezahlt wird, unabhängig von einem Kauf. Besonders im SaaS- und Abo-Bereich beliebt sind wiederkehrende Provisionen, bei denen Affiliates laufende Vergütungen erhalten, solange geworbene Kunden ihr Abonnement aufrechterhalten. Einige fortgeschrittene Programme bieten Zwei-Stufen- oder Mehrstufen-Provisionen, bei denen Affiliates nicht nur auf eigene Vermittlungen, sondern auch auf die von ihnen geworbenen Partner Provisionen erhalten. Das Verständnis der verschiedenen Vergütungsmodelle hilft Affiliates, Programme zu wählen, die zu ihrer Zielgruppe und Content-Strategie passen.

Arten von Affiliate-Beziehungen

Handgezeichnetes Diagramm mit drei Typen von Affiliate-Marketing: Influencer mit Smartphone, Blogger am Schreibtisch mit Laptop und YouTuber mit Kamera

Affiliate-Marketing-Beziehungen lassen sich in drei Kategorien unterteilen, abhängig von der Verbindung des Affiliates zu den beworbenen Produkten. Ungebundenes Affiliate-Marketing umfasst Promoter, die keine persönliche Beziehung zu den Produkten oder Dienstleistungen haben, die sie bewerben. Diese Affiliates setzen meist auf bezahlte Werbung wie Google Ads oder Facebook Ads, um Traffic auf Affiliate-Links zu leiten, ohne eine eigene Marke oder loyale Zielgruppe aufzubauen. Dieser Ansatz erfordert wenig Aufwand und kann schnelle Ergebnisse liefern, führt aber meist zu geringeren Conversion-Raten, da Vertrauen und Autorität hinter den Empfehlungen fehlen. Ungebundene Affiliates sind im Prinzip generische Werbetreibende, die sich auf Anzeigenplatzierung statt Content-Erstellung konzentrieren.

Verwandtes Affiliate-Marketing ist ein Mittelweg: Affiliates bewerben Produkte aus ihrer Nische oder ihrem Fachgebiet, auch wenn sie diese nicht selbst genutzt haben. Ein Fitness-Influencer könnte zum Beispiel Trainingsgeräte empfehlen, die er nicht selbst getestet hat, oder ein Tech-Blogger Software vorstellen, die er nicht ausprobiert hat. Dieser Ansatz nutzt das bestehende Vertrauen der Zielgruppe in die Expertise des Affiliates innerhalb der Nische, auch wenn konkrete Produkterfahrung fehlt. Verwandte Affiliates binden Affiliate-Links natürlich in ihre Inhalte ein – etwa Blogbeiträge, Videos oder Social-Media-Posts – und kombinieren Werbung mit Mehrwert, was Glaubwürdigkeit und Conversion-Rate steigert.

Engagiertes Affiliate-Marketing beschreibt die tiefste Verbindung zwischen Affiliate und Produkt. Diese Affiliates haben die Produkte selbst genutzt und können authentische Bewertungen sowie Erfahrungsberichte aus erster Hand liefern. Das schafft ein hohes Maß an Vertrauen bei der Zielgruppe, da Empfehlungen als glaubwürdig und ehrlich wahrgenommen werden. Engagierte Affiliates teilen oft detaillierte Einblicke, Anleitungen und Praxiserfahrungen auf Blogs, in sozialen Medien oder in Videos. Diese persönliche Empfehlung steigert die Glaubwürdigkeit und führt typischerweise zu höheren Conversion-Raten. Viele engagierte Affiliate-Marketer genießen den Ruf, vertrauenswürdige Produktempfehlungen zu geben, und bauen so langfristig erfolgreiche Affiliate-Businesses auf. Da sie persönlich für ihre Empfehlungen einstehen, kann ihre Reputation jedoch durch Probleme mit den beworbenen Produkten leiden, weshalb eine sorgfältige Produktauswahl entscheidend ist.

Wie Affiliates Ergebnisse für Händler erzielen

Affiliates schaffen für Händler auf vielfältige Weise Mehrwert, der weit über das bloße Platzieren von Links hinausgeht. Erstens eröffnen sie Zugang zu neuen Zielgruppen, die Händler mit klassischen Werbekanälen nicht erreichen würden. Ein Händler für Fitnessgeräte profitiert beispielsweise von den 500.000 Followern eines Fitness-Influencers, die bereits Interesse an Fitness-Produkten haben. Zweitens bauen Affiliates durch persönliche Empfehlungen Vertrauen und soziale Bewährtheit auf. Wenn ein vertrauenswürdiger Blogger ein Produkt empfiehlt, wird dies als echte Empfehlung und nicht als gekaufte Werbung wahrgenommen, was die Kaufwahrscheinlichkeit deutlich erhöht. Drittens erstellen Affiliates wertvolle Inhalte, die die Sichtbarkeit in Suchmaschinen und die Markenbekanntheit steigern. Mehrere Blogger, die ein Produkt bewerten, erhöhen die Chancen, dass Nutzer die Rezensionen via Google finden und so organisch auf die Händlerseite gelangen. Viertens sorgt die erfolgsabhängige Struktur des Affiliate-Marketings dafür, dass Händler nur für tatsächliche Ergebnisse zahlen – ein besonders effizienter, messbarer Marketingkanal mit hohem ROI.

Erfolgreiche Affiliate-Beispiele im Jahr 2025

Die Affiliate-Marketing-Landschaft 2025 zeigt zahlreiche Erfolgsgeschichten auf verschiedenen Plattformen und in unterschiedlichen Nischen. Amazon Associates bleibt das weltweit größte Affiliate-Programm mit zehntausenden aktiven Affiliates, die bis zu 10 % Provision auf qualifizierte Verkäufe erzielen. Das Shopify-Affiliate-Programm belohnt Partner für die Vermittlung neuer Händler auf die Plattform, mit Provisionen bis zu 150 $ je nach Plan. SaaS-Unternehmen wie lemlist bieten Affiliate-Programme mit Provisionen von 18 % bis 22 % auf verschiedene Abo-Pläne an und sprechen damit B2B-Content-Creator und Berater an. Das Etsy-Affiliate-Programm vergütet Verkäufe über Affiliate-Links mit je nach Produktkategorie variierenden Provisionssätzen. Diese Beispiele zeigen, wie Affiliate-Marketing in unterschiedlichen Geschäftsmodellen funktioniert – von E-Commerce über SaaS bis hin zu Marktplatz-Plattformen. Die Gemeinsamkeit erfolgreicher Affiliate-Programme liegt darin, hochwertige Partner zu gewinnen, wettbewerbsfähige Provisionen zu bieten, exzellenten Support und Werbematerial bereitzustellen und transparente Tracking- und Auszahlungssysteme zu gewährleisten.

Wichtigste Erkenntnisse zum Verständnis von Affiliates

Affiliates sind eine vielfältige Partnergruppe – von einzelnen Content Creators bis zu großen Medienhäusern –, die durch individuelle Tracking-Links Verkäufe und Leads für Händler generieren. Die effektivsten Affiliates sind diejenigen, die eng mit der Zielgruppe und den Werten des Händlers übereinstimmen und authentische Inhalte schaffen, die bei ihren Followern Anklang finden. Ob durch Social-Media-Posts, Blogartikel, YouTube-Videos oder E-Mail-Newsletter: Affiliates nutzen ihre Reichweite und Glaubwürdigkeit, um Kaufentscheidungen zu beeinflussen. Das anhaltende Wachstum der Affiliate-Marketing-Branche – bis 2027 wird ein Marktvolumen von 48 Milliarden Dollar erwartet – belegt die Wirksamkeit des Modells für Händler, die kosteneffiziente Kundengewinnung suchen, und für Affiliates, die flexible Einkommensmöglichkeiten wünschen. Wer die verschiedenen Affiliate-Typen, Provisionsmodelle und Beziehungsarten kennt, kann als Händler erfolgreiche Programme aufbauen und als Affiliate die besten Partnerschaften und Plattformen für die eigenen Fähigkeiten und Zielgruppen auswählen.

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