Datenschutzrichtlinien-Anforderungen für

Datenschutzrichtlinien-Anforderungen für

Warum Datenschutzrichtlinien für Wett-Affiliates wichtig sind

Datenschutzrichtlinien sind das grundlegende Rechtsdokument, das Wett-Affiliates vor regulatorischen Strafen schützt und gleichzeitig das Vertrauen der Verbraucher in eine Branche stärkt, die oft skeptisch betrachtet wird. Nach DSGVO, CCPA, FTC-Vorgaben sowie diversen nationalen und internationalen Glücksspielgesetzen ist die Pflege einer umfassenden Datenschutzrichtlinie nicht nur empfehlenswert, sondern gesetzlich verpflichtend. Verstöße können, je nach Rechtsraum und Schwere, zu erheblichen Bußgeldern von mehreren tausend bis zu Millionen Dollar führen. Eine gut formulierte Datenschutzrichtlinie zeigt Aufsichtsbehörden und Nutzern, dass die Affiliate-Seite Datenschutz ernst nimmt, geeignete Schutzmaßnahmen implementiert und Nutzerrechte respektiert – was sich direkt auf die Glaubwürdigkeit und die Möglichkeit auswirkt, in verschiedenen Märkten zu operieren. Ohne robuste Datenschutzrichtlinie, die Datenerhebung, -verarbeitung, -weitergabe und Nutzerrechte klar umreißt, setzen sich Wett-Affiliates dem Risiko von Durchsetzungsmaßnahmen, Sammelklagen und Reputationsschäden aus, die weitaus teurer sein können als die Investition in konforme Richtlinien.

Data protection and privacy concept with digital shield and security icons

Zentrale Anforderungen an die Datenerhebung

Wett-Affiliates erheben verschiedene Kategorien personenbezogener Daten, die in Datenschutzrichtlinien transparent offengelegt werden müssen. Dazu gehören personenbezogene Informationen wie Name, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Anschrift, die für die Kontoüberprüfung und regulatorische Konformität erforderlich sind. Nicht-personenbezogene Informationen umfassen IP-Adressen, Gerätekennungen, Browsertypen, Betriebssysteme und Clickstream-Daten, die für Analysen und Betrugsprävention verwendet werden. Sensible Daten wie Zahlungsinformationen, Bankverbindungen und Transaktionshistorien unterliegen besonders hohen Schutzstandards und der ausdrücklichen Offenlegung, wie diese Daten verschlüsselt und gespeichert werden. Besondere Kategorien gemäß DSGVO Artikel 9 können abgeleitete Spielverhaltensmuster, Selbstsperr-Status und gesundheitsbezogene Informationen umfassen, die auf problematisches Spielverhalten hinweisen – hierfür ist eine ausdrückliche Einwilligung und zusätzlicher Schutz erforderlich. Affiliates müssen auch die Erhebung von Verhaltensdaten durch Tracking-Pixel, Cookies und Analyseplattformen offenlegen, die Nutzerinteraktionen über mehrere Sitzungen und Geräte hinweg überwachen, um Kampagnenerfolg und Nutzerengagement zu messen.

DatentypBeispieleSensibilitätsstufeRechtsgrundlage
Personenbezogene DatenName, E-Mail, Geburtsdatum, AdresseHochEinwilligung oder Vertrag
Nicht-personenbezogene DatenIP-Adresse, Geräte-ID, BrowsertypMittelBerechtigtes Interesse
FinanzdatenZahlungsdetails, Bankkonto, TransaktionshistorieSehr hochEinwilligung oder Vertrag
VerhaltensdatenWettmuster, Sitzungsdauer, EinzahlungsfrequenzHochEinwilligung oder berechtigtes Interesse
Besondere KategorienHinweise auf Spielsucht, Selbstsperr-StatusSehr hochAusdrückliche Einwilligung
StandortdatenGeografische Koordinaten, Land/RegionMittelEinwilligung
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DSGVO-Konformität für Wett-Affiliates

Die DSGVO verlangt von Wett-Affiliates eine rechtmäßige Grundlage für jede Datenverarbeitung gemäß Artikel 6, wobei die Einwilligung am häufigsten für Marketing, Verhaltens-Tracking und nicht-essenzielle Cookies eingesetzt wird. Berechtigtes Interesse kann für Betrugsprävention und Kontosicherheit gelten. Artikel 7 schreibt vor, dass Einwilligungen freiwillig, spezifisch, informiert und eindeutig sein müssen – vorausgewählte Häkchen, gebündelte Anfragen oder an die Leistungserbringung geknüpfte Einwilligungen sind unzulässig. Nutzer müssen granular zustimmen können, z. B. Marketing separat von funktionalen Datenverarbeitungen. Die Verarbeitung besonderer Kategorien nach Artikel 9 erfordert eine ausdrückliche Einwilligung. Ohne diese dürfen etwa abgeleitete Spielverhalten oder Selbstsperr-Status nicht verarbeitet werden. Artikel 21 räumt Betroffenen das Recht ein, jederzeit Widerspruch gegen Direktmarketing einzulegen. Affiliates müssen daher einfache Opt-out-Möglichkeiten in jede Marketingkommunikation einbauen und aktuelle Sperrlisten führen. Die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Übertragbarkeit und Widerspruch (Artikel 15-22) müssen binnen 30 Tagen umgesetzt werden – dokumentierte Prozesse und Prüfpfade sind dafür unerlässlich.

Die Sieben DSGVO-Grundsätze für den Datenschutz:

  • Rechtmäßigkeit, Fairness und Transparenz – Verarbeitung muss rechtmäßig, fair und transparent sein
  • Zweckbindung – Daten dürfen nicht für andere Zwecke weiterverarbeitet werden, ohne ausdrückliche Einwilligung oder Rechtsgrundlage
  • Datenminimierung – Nur die für den Zweck notwendigen Daten dürfen erhoben werden
  • Richtigkeit – Daten müssen korrekt, vollständig und aktuell sein
  • Speicherbegrenzung – Daten dürfen nicht länger als nötig gespeichert werden
  • Integrität und Vertraulichkeit – Daten müssen vor unbefugtem Zugriff, Veränderung oder Verlust geschützt werden
  • Rechenschaftspflicht – Organisationen müssen die Einhaltung durch Dokumentation und Prüfpfade nachweisen

FTC-Anforderungen für Affiliate-Offenlegung

Die Endorsement Guides der FTC sowie die aktualisierten Leitlinien 2025 verlangen, dass Affiliate-Beziehungen klar und deutlich offengelegt werden. Die Offenlegung muss für den durchschnittlichen Verbraucher sichtbar, lesbar und verständlich sein – sie darf nicht versteckt oder verschlüsselt sein. Die Offenlegung muss unmittelbar beim Affiliate-Link oder der Empfehlung platziert werden und darf nicht im Footer oder in AGB verborgen sein. Die FTC betont, dass die Platzierung ein Performance-Kriterium ist: Die Offenlegung muss tatsächlich gesehen und verstanden werden, bevor Nutzer weiterklicken. Unzulässig sind vage Formulierungen wie „einige Links könnten Affiliate-Links sein“, das vollständige Fehlen der Offenlegung oder verwirrende Begriffe, die die Geschäftsbeziehung verschleiern. Die FTC geht verstärkt gegen Affiliates im Glücksspielbereich vor und verlangt Offenlegungen wie „Ich erhalte eine Provision, wenn Sie diesen Link anklicken und einen Kauf tätigen“ oder ähnlich eindeutige Hinweise. Affiliates müssen sicherstellen, dass alle Werbeinhalte, Vergleichstabellen, Rezensionen und Empfehlungen, die Affiliate-Links enthalten, konforme Offenlegungen aufweisen – auch in sozialen Medien, E-Mail-Kampagnen und Videos muss die Beziehung vor dem Call-to-Action offengelegt werden.

Beispiele für Affiliate-Offenlegungen:

Blogbeitrag: „Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Ich erhalte möglicherweise eine kleine Provision, wenn Sie über diese Links einkaufen – ohne zusätzliche Kosten für Sie.“

Soziale Medien: „Nutze meinen Affiliate-Link für 20 % Rabatt. #Anzeige #Affiliate“

Video-Inhalt: „Ich erhalte Provisionen für Käufe über die Links in dieser Videobeschreibung.“

E-Mail-Marketing: „Als Affiliate-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen über meine Links.“

CCPA und regionale Datenschutzgesetze

Der California Consumer Privacy Act gewährt Einwohnern Kaliforniens vier Hauptrechte: das Recht zu erfahren, welche personenbezogenen Daten gesammelt werden, das Recht auf Löschung dieser Daten, das Recht, dem Verkauf oder Teilen ihrer Daten zu widersprechen, und das Recht auf Gleichbehandlung bei Ausübung dieser Rechte. Der California Privacy Rights Act erweitert diese Rechte um das Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten. Wett-Affiliates in Kalifornien müssen einen gut sichtbaren Link „Meine personenbezogenen Daten nicht verkaufen oder teilen“ auf der Startseite platzieren und Opt-out-Anfragen binnen 45 Tagen umsetzen. Die CPRA verlangt zudem eine granularere Einwilligung für verschiedene Datenverwendungszwecke. Der britische ASA CAP Code Abschnitt 16 verlangt für Glücksspielangebote, dass Werbung sozialverantwortlich ist, insbesondere zum Schutz von Minderjährigen und gefährdeten Personen – inklusive verantwortungsvoller Glücksspielhinweise und transparenter Bonusbedingungen. Das australische Verbraucherrecht verbietet irreführende Werbung und verlangt von Affiliates eine deutliche Offenlegung der Geschäftsbeziehung mit Wettanbietern, wobei die australische Kommunikationsbehörde betont, dass Affiliate-Beziehungen offensichtlich und nicht im Kleingedruckten versteckt sein dürfen. Diese regionalen Anforderungen schaffen eine komplexe Compliance-Landschaft, in der international agierende Affiliates Datenschutzrichtlinien und Offenlegungspflichten umsetzen müssen, die die strengsten Anforderungen aller Zielmärkte erfüllen.

Affiliate-Offenlegung und Transparenz

Die Offenlegungspflichten gehen über die bloße Erwähnung einer Geschäftsbeziehung hinaus und verlangen Transparenz zu Provisionsstrukturen, Bonusbedingungen und den Voraussetzungen für Vergütungen. Verbraucher haben ein Recht darauf, die finanziellen Anreize hinter Empfehlungen zu verstehen. Affiliates müssen klar angeben, ob sie feste Provisionen pro Vermittlung, Umsatzbeteiligungen oder leistungsabhängige Boni erhalten – diese Informationen sollen leicht zugänglich und nicht in unzugänglichen Partnerverträgen versteckt sein. Klarheit zu Bonusbedingungen ist in der Wettbranche besonders wichtig: Werden Willkommensboni, Gratiswetten oder Einzahlungsboni beworben, sind transparente Angaben zu Umsatzbedingungen, Fristen, Spielbeschränkungen und sonstigen Einschränkungen unerlässlich. Hinweise zum verantwortungsbewussten Spielen müssen in Offenlegungen integriert sein, inklusive Informationen zu Hilfsangeboten bei Spielsucht, Selbstsperrprogrammen und den Risiken von Glücksspiel. Der ASA CAP Code fordert, dass solche Hinweise deutlich und nicht durch Werbeinhalte relativiert werden. Best Practice ist eine eigene Offenlegungsseite mit Informationen zur Affiliate-Beziehung, Provisionsstruktur, Bonusbedingungen und Hilfsangeboten, die auf der gesamten Seite und in jeder Marketing-E-Mail oder Social-Media-Nachricht verlinkt wird.

Affiliate disclosure examples across blog, Instagram, YouTube, and TikTok platforms

Datensicherheit und Schutzmaßnahmen

Datensicherheit verlangt von Wett-Affiliates die Verschlüsselung aller personenbezogenen und finanziellen Daten sowohl bei Übertragung als auch Speicherung. Industriestandards setzen mindestens AES-256-Verschlüsselung für PII-Felder und Feldverschlüsselung für sensible Token wie Zahlungsdaten und Authentifizierungsinformationen voraus. Zugriffskontrollen müssen gewährleisten, dass nur autorisierte Mitarbeiter mit berechtigtem Zweck auf personenbezogene Daten zugreifen können. Rollenbasierte Zugriffssysteme beschränken den Zugang auf das notwendige Minimum. Aufbewahrungsrichtlinien müssen dokumentiert und durchgesetzt werden – meist bleiben Kontodaten 5-10 Jahre für regulatorische und steuerliche Zwecke gespeichert, während Marketing- und Analysedaten nach 12-24 Monaten gelöscht werden. Notfallverfahren für Sicherheitsvorfälle sind regelmäßig zu testen, inklusive Erkennung, Eindämmung und Behebung von Datenpannen. Die DSGVO verlangt nach Artikel 33 eine Meldung an die Aufsichtsbehörde innerhalb von 72 Stunden und nach Artikel 34 eine Benachrichtigung der Betroffenen, wenn ein hohes Risiko für deren Rechte besteht. Regelmäßige Sicherheitsaudits, Penetrationstests und Schwachstellenanalysen durch externe Experten dienen der Erkennung und Behebung von Sicherheitslücken, bevor Angreifer diese ausnutzen können.

Cookie-Richtlinien für Wett-Affiliates müssen alle eingesetzten Cookies und Tracking-Technologien offenlegen. Es ist zwischen unbedingt erforderlichen Cookies für Kernfunktionen und nicht-essentiellen Cookies für Analyse, Werbung und Affiliate-Tracking zu unterscheiden, für die nach DSGVO und ePrivacy-Richtlinie eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich ist. First-Party-Cookies, die von der Affiliate-Domain gesetzt werden, benötigen für nicht-essenzielle Zwecke eine Einwilligung. Third-Party-Cookies von Affiliate-Netzwerken, Analyse- und Werbeplattformen dürfen erst nach ausdrücklicher Zustimmung gesetzt werden. Die Cookie-Banner müssen Nutzern granulare Auswahlmöglichkeiten für verschiedene Kategorien geben. Affiliate-Tracking-Cookies werden besonders kritisch betrachtet, da sie Cross-Site-Tracking zur Provisionszuordnung ermöglichen. Browserbeschränkungen verkürzen die Tracking-Fenster von 30 Tagen auf meist 24 Stunden oder weniger, was Anpassungen und First-Party-Tracking-Lösungen erfordert. Cookie-Management-Tools müssen Nutzern ermöglichen, Einwilligungen jederzeit zu widerrufen und detaillierte Informationen zu den erhobenen Daten, deren Speicherdauer und Verwendungszweck bereitstellen. Affiliates sollten Consent-Management-Plattformen einsetzen, die nicht-essenzielle Cookies bis zur Einwilligung blockieren, Consent-Entscheidungen protokollieren und Cookie-Nutzung regelmäßig prüfen, um unnötige Risiken zu vermeiden.

Nutzerrechte und Betroffenenanfragen

Nutzerrechte nach DSGVO und ähnlichen Gesetzen umfassen das Recht auf Auskunft über alle gespeicherten personenbezogenen Daten binnen 30 Tagen, wobei Affiliates die Daten in strukturiertem, maschinenlesbarem Format wie CSV oder JSON bereitstellen müssen. Das Recht auf Berichtigung ermöglicht die Korrektur unrichtiger oder unvollständiger Daten – Affiliates sollten Prozesse bieten, mit denen Nutzer Daten selbstständig oder per Antrag aktualisieren können. Das Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“ nach Artikel 17) gestattet Nutzern die Löschung ihrer Daten, wobei dies durch gesetzliche Aufbewahrungspflichten eingeschränkt sein kann. Das Recht auf Datenübertragbarkeit (Artikel 20) erlaubt es, personenbezogene Daten in einem portablen Format an andere Dienstleister zu übertragen. Nutzer können jederzeit erteilte Einwilligungen widerrufen, woraufhin Affiliates die Verarbeitung einstellen und Daten (sofern nicht gesetzlich notwendig) löschen müssen. Es müssen Beschwerdeverfahren eingerichtet sein, damit Nutzer sich bei Datenschutzbehörden wie dem ICO in Großbritannien oder anderen nationalen Stellen beschweren können, wenn sie ihre Rechte verletzt sehen.

Verantwortungsbewusstes Spielen und Datenschutz

Verantwortungsbewusstes Spielen und Datenschutz überschneiden sich bei Wett-Affiliates durch die Erhebung und Analyse von Verhaltensdaten, um gefährdete Nutzer zu erkennen. Dies erfordert einen Ausgleich zwischen dem Schutz gefährdeter Personen und dem Respekt vor deren Privatsphäre. Selbstsperrprogramme ermöglichen es Nutzern, sich freiwillig von Glücksspielangeboten auszuschließen. Affiliates müssen genaue Selbstsperrregister führen und technische Maßnahmen implementieren, um gesperrte Nutzer von Angeboten auszuschließen, wobei in der Datenschutzrichtlinie offengelegt wird, wie diese Daten verarbeitet und gespeichert werden. Systeme zur Verhaltensüberwachung analysieren Wettmuster, Sitzungsdauer, Einzahlungsfrequenz und Verluste, um Anzeichen für problematisches Spielverhalten zu erkennen – auch dies muss in der Datenschutzrichtlinie transparent gemacht werden. Interventionssysteme wie Einzahlungslimits, Zeitlimits, Realitätschecks oder erzwungene Pausen erfordern eine ausdrückliche Einwilligung und Erläuterung, wie Daten zur Auslösung von Maßnahmen verwendet werden. Das Prinzip der Datenminimierung verlangt, nur die für den Spielerschutz notwendigen Daten zu erheben und keine überflüssigen Verhaltensdaten zu speichern. Datenschutzrichtlinien müssen offenlegen, wie Verhaltensdaten für den Spielerschutz genutzt, wer darauf Zugriff hat, wie lange sie gespeichert werden und welche Sicherungen einen Missbrauch, z. B. gezieltes Marketing an gefährdete Nutzer, verhindern.

Compliance-Tools und Best Practices

Privacy-Management-Plattformen wie OneTrust, TrustArc und Usercentrics bieten Wett-Affiliates Werkzeuge zur Dokumentation von Datenflüssen, Verwaltung von Einwilligungen über verschiedene Kanäle, Pflege von Prüfpfaden und Erstellung von Compliance-Berichten für DSGVO, CCPA und andere Vorgaben. Vor neuen Datenerhebungen, Partnerprogrammen oder Marketingkampagnen sollten regelmäßig Datenschutz-Folgenabschätzungen erfolgen, die Zwecke der Erhebung, Risiken und Schutzmaßnahmen dokumentieren. Affiliate-Schulungen müssen Partner über Datenschutz, Offenlegungspflichten, verbotene Praktiken und die Folgen von Verstößen informieren – Nachweise über absolvierte und regelmäßig aktualisierte Schulungen sind zu führen. Monitoring-Systeme sollten die Einhaltung der Offenlegungspflichten, Cookie-Einwilligungen und Datenverarbeitung überwachen; automatisierte Benachrichtigungen helfen, Verstöße frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Dokumentationen zu Datenschutzentscheidungen, Einwilligungen, Verarbeitungstätigkeiten und Compliance-Maßnahmen bilden einen Audit-Trail, der bei Prüfungen durch Aufsichtsbehörden oder Beschwerden von Verbrauchern entscheidend ist. Es sollte ein Datenschutzbeauftragter oder Privacy Lead benannt werden, der die Einhaltung überwacht, Betroffenenanfragen bearbeitet, das Incident-Management steuert und die Schnittstelle zu Behörden bildet.

GDPR compliance checklist with EU flag and compliance badges

Häufige Fehler bei Datenschutzrichtlinien

Häufige Fehler sind vage Formulierungen wie „wir können Informationen über Sie erfassen“, ohne zu spezifizieren, welche Daten, wie sie genutzt oder an wen sie weitergegeben werden – so können Nutzer keine fundierten Entscheidungen treffen. Fehlende oder unzureichende Affiliate-Offenlegungen sind ein kritischer Fehler, wenn keine Geschäftsbeziehung, Provisionsstruktur oder Tracking offengelegt wird – dies verstößt gegen FTC-Vorgaben und das Verbraucherrecht auf Transparenz. Unzureichende Angaben zur Datensicherheit – etwa fehlende Details zu Verschlüsselung, Zugriffskontrollen oder Notfallmaßnahmen – geben keinen Schutz vor Datenmissbrauch oder -verlust. Veraltete Richtlinien, die nicht den aktuellen Stand der Datenerhebung, neue Partnerschaften oder gesetzliche Änderungen berücksichtigen, öffnen Compliance-Lücken und machen Affiliates angreifbar für Maßnahmen aufgrund nicht offengelegter Praktiken. Wer globale Datenschutzrichtlinien ohne Berücksichtigung lokaler Vorschriften (etwa DSGVO in Europa, CCPA in Kalifornien, ASA CAP Code im UK oder australisches Recht) einsetzt, riskiert, in keinem Markt wirklich konform zu sein. Werden zugesicherte Schutzmaßnahmen wie Verschlüsselung, Zugriffskontrollen oder Löschverfahren nicht tatsächlich umgesetzt, drohen hohe Strafen – insbesondere, wenn Behörden Diskrepanzen zwischen versprochenen und realen Praktiken feststellen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Datenschutzrichtlinie und warum benötigen Wett-Affiliates eine?

Eine Datenschutzrichtlinie ist ein rechtliches Dokument, das erklärt, wie eine Website personenbezogene Daten von Nutzern sammelt, verwendet, speichert und schützt. Wett-Affiliates benötigen umfassende Datenschutzrichtlinien, da sie gesetzlich nach DSGVO, CCPA, FTC-Regelungen und verschiedenen staatlichen sowie internationalen Glücksspielgesetzen dazu verpflichtet sind. Eine gut ausgearbeitete Datenschutzrichtlinie schützt Affiliates vor regulatorischen Strafen, schafft Vertrauen bei den Verbrauchern und zeigt die Einhaltung von Datenschutzstandards.

Welche Daten dürfen Wett-Affiliates von Nutzern erheben?

Wett-Affiliates dürfen personenbezogene Daten (Name, E-Mail, Geburtsdatum, Adresse), nicht-personenbezogene Daten (IP-Adresse, Geräte-ID, Browsertyp), sensible Daten (Finanzinformationen, Zahlungsdetails) und besondere Kategorien (Spielverhalten, Selbstsperr-Status) erheben. Jegliche Datenerhebung muss in der Datenschutzrichtlinie offengelegt werden, und bei sensiblen Daten sind ausdrückliche Einwilligung und erhöhte Schutzmaßnahmen erforderlich.

Wie wirken sich DSGVO und CCPA auf Wett-Affiliate-Seiten aus?

Die DSGVO gilt für Wett-Affiliates, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten, und verlangt eine rechtmäßige Grundlage für die Verarbeitung, ausdrückliche Einwilligung für Marketing und die Umsetzung der Betroffenenrechte. Die CCPA gewährt Einwohnern Kaliforniens das Recht zu erfahren, welche Daten gesammelt werden, diese löschen zu lassen und dem Verkauf ihrer Daten zu widersprechen. Wett-Affiliates in diesen Rechtsräumen müssen konforme Datenschutzrichtlinien, Einwilligungsmanagement und Datenverarbeitungsprozesse implementieren.

Was sollten Affiliate-Offenlegungen enthalten?

Affiliate-Offenlegungen müssen die Geschäftsbeziehung zwischen Affiliate und Wettanbieter klar darstellen, Provisionsstrukturen benennen, Bonusbedingungen erklären und Hinweise zum verantwortungsbewussten Spielen enthalten. Die Offenlegung muss deutlich sichtbar in der Nähe von Affiliate-Links platziert sein und eine klare Sprache wie „Ich erhalte Provisionen für Käufe über diese Links“ statt vager Formulierungen verwenden.

Wie lange sollten Wett-Affiliates Nutzerdaten aufbewahren?

Die Aufbewahrungsdauer hängt vom Zweck und der rechtlichen Grundlage ab. Kontodaten werden in der Regel 5-10 Jahre aus regulatorischen und steuerlichen Gründen gespeichert, während Marketing- und Analysedaten nach 12-24 Monaten gelöscht werden sollten, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Wett-Affiliates müssen Aufbewahrungsrichtlinien dokumentieren und sichere Löschprozesse umsetzen, um das Prinzip der Datenminimierung einzuhalten.

Welche Strafen drohen bei Nichteinhaltung von Datenschutzgesetzen?

Verstöße gegen die DSGVO können mit Geldstrafen von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes (je nachdem, was höher ist) geahndet werden. CCPA-Verstöße können zu zivilrechtlichen Geldbußen von bis zu 7.500 US-Dollar pro Verstoß führen. FTC-Maßnahmen können erhebliche Bußgelder, Korrekturmaßnahmen und Reputationsschäden nach sich ziehen. Zudem drohen Sammelklagen von Verbrauchern und der Verlust von Affiliate-Partnerschaften.

Wie können Wett-Affiliates die Datensicherheit der Nutzer gewährleisten?

Wett-Affiliates sollten AES-256-Verschlüsselung für personenbezogene und finanzielle Daten einsetzen, rollenbasierte Zugriffskontrollen zur Beschränkung des Mitarbeiterzugriffs implementieren, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen und Penetrationstests durchführen, Notfallverfahren etablieren und dokumentierte Sicherheitsrichtlinien pflegen. Regelmäßige externe Sicherheitsaudits helfen, Schwachstellen zu erkennen und zu beheben, bevor diese ausgenutzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Einwilligung und berechtigtem Interesse?

Eine Einwilligung ist eine ausdrückliche Zustimmung des Nutzers zur Datenverarbeitung für bestimmte Zwecke. Sie muss freiwillig, spezifisch, informiert und leicht widerrufbar sein. Das berechtigte Interesse ist eine rechtliche Grundlage, die Datenverarbeitung auch ohne Einwilligung erlaubt, wenn die Interessen der Organisation die Datenschutzrechte des Nutzers überwiegen, etwa bei Betrugsprävention oder Kontosicherheit. Für Marketing ist in der Regel eine Einwilligung erforderlich, während Betrugserkennung auf berechtigtem Interesse basieren kann, sofern eine Interessenabwägung erfolgt.

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