Ist Affiliate-Marketing für jeden Unternehmenstyp geeignet? Leitfaden 2025

Ist Affiliate-Marketing für jeden Unternehmenstyp geeignet? Leitfaden 2025

Ist Affiliate-Marketing für jedes Unternehmen geeignet?

Nein, Affiliate-Marketing ist nicht für jedes Unternehmen geeignet. Es funktioniert am besten für Unternehmen mit Produkten oder Dienstleistungen, die online beworben werden können und ein breites oder gezieltes Publikum ansprechen. Für hochspezialisierte B2B-Angebote oder Produkte, die komplexe, persönliche Verkaufsprozesse erfordern, ist es weniger effektiv.

Wie geeignet ist Ihr Unternehmen für Affiliate-Marketing?

Affiliate-Marketing hat sich zu einer milliardenschweren Branche entwickelt, in die Marken im Jahr 2025 rund 12 Milliarden US-Dollar in Partnerschaften mit Creators investieren. Doch nicht jedes Geschäftsmodell profitiert gleichermaßen von diesem performancebasierten Marketingansatz. Die Eignung von Affiliate-Marketing hängt von mehreren entscheidenden Faktoren ab, darunter Produkttyp, Verkaufszyklus, Gewinnmargen und Eigenschaften Ihrer Zielgruppe. Wenn Sie diese Faktoren verstehen, können Sie beurteilen, ob Affiliate-Marketing ein Kernbestandteil Ihrer Wachstumsstrategie sein sollte oder ob alternative Marketingkanäle für Ihr Unternehmen besser geeignet sind.

Das Grundprinzip von Affiliate-Marketing ist, dass Sie nur für Ergebnisse bezahlen – konkret dann, wenn Affiliates qualifizierte Leads oder Verkäufe generieren. Dieses performancebasierte Modell funktioniert für bestimmte Unternehmenstypen besonders gut, während es für andere Herausforderungen mit sich bringt. Entscheidend ist, inwieweit Ihr Geschäftsmodell mit der Funktionsweise von Affiliate-Marketing und den Erwartungen der Content-Creators, die Ihre Angebote bewerben würden, übereinstimmt.

Unternehmenstypen, die mit Affiliate-Marketing besonders erfolgreich sind

Online-Händler und E-Commerce-Shops

E-Commerce-Unternehmen sind der natürlichste Fit für Affiliate-Marketing-Programme. Sie profitieren von Affiliate-Partnerschaften, weil ihre Produkte leicht online präsentiert und gekauft werden können und über klare Mechanismen zur Conversion-Tracking verfügen. Online-Händler können Affiliates über verschiedene Kanäle hinweg einsetzen – von Produktbewertungen auf Blogs bis hin zu Social-Media-Influencern – um Kunden in allen Phasen der Kaufentscheidung zu erreichen. Die visuelle Natur von E-Commerce-Produkten macht sie ideal für Content-Creators, die diese mit Fotos, Videos und ausführlichen Rezensionen vorstellen. Zudem verfügen E-Commerce-Unternehmen meist über auskömmliche Gewinnmargen, die wettbewerbsfähige Provisionen ermöglichen.

Software-as-a-Service (SaaS)-Unternehmen

SaaS-Unternehmen gehören zu den erfolgreichsten Branchen im Affiliate-Marketing. Sie profitieren von klaren digitalen Anmeldeprozessen, wiederkehrenden Umsätzen, die höhere Affiliate-Provisionen ermöglichen, und einer Zielgruppe, die aktiv online nach Lösungen sucht. SaaS-Firmen können Affiliates wiederkehrende Provisionen anbieten, sodass diese laufend verdienen, solange vermittelte Kunden ein Abonnement behalten. Das schafft starke Anreize, hochwertige Produkte zu bewerben. Da viele SaaS-Angebote B2B-orientiert sind, können vertrauenswürdige Branchenstimmen und Nischen-Content-Creators Kaufentscheidungen mit detaillierten Vergleichen und Use-Case-Demonstrationen beeinflussen.

Digitale Produkte und Online-Kurse

Digitale Produkte – darunter Online-Kurse, E-Books, Software-Tools und digitale Vorlagen – eignen sich hervorragend für Affiliate-Marketing. Sie verursachen keine Produktionskosten, sodass Unternehmen großzügige Provisionen (oft 20-50%) anbieten und trotzdem gesunde Margen halten können. Das digitale Liefermodell bedeutet: Kein Lager, keine Versandlogistik, kein Serviceaufwand für physische Produkte. Content-Creators können digitale Produkte authentisch in Lerninhalte, Tutorials und Empfehlungen integrieren. Die Skalierbarkeit digitaler Produkte erlaubt es zudem, dass beliebig viele Affiliates sie gleichzeitig bewerben können – ohne Lieferengpässe.

Gesundheits-, Wellness- und Fitnessprodukte

Der Gesundheits- und Wellness-Sektor erzielt starke Affiliate-Marketing-Ergebnisse, insbesondere bei Nahrungsergänzungsmitteln, Fitnessgeräten, Wellness-Apps und gesundheitsbezogenen Dienstleistungen. Diese Branche profitiert von engagierten Communities, Fitness-Influencern und Wellness-Bloggern, die aktiv Content zu diesen Themen erstellen. Konsumenten holen aktiv Empfehlungen von vertrauenswürdigen Quellen ein, was Affiliate-Partnerschaften besonders effektiv macht. Die Provisionen liegen meist zwischen 8-15%, bei Premium-Produkten auch höher. Viele Produkte sind im Abonnement erhältlich, was nachhaltige Affiliate-Beziehungen fördert.

Mode-, Beauty- und Lifestyle-Marken

Mode- und Beauty-Marken nutzen Affiliate-Marketing erfolgreich durch Kooperationen mit Mode-Bloggern, Beauty-Influencern und Lifestyle-Creators. Diese visuell geprägten Kategorien passen perfekt zu Social-Media-Plattformen, auf denen Affiliates ihre Zielgruppen aufbauen. Die trendgetriebene Natur von Fashion und Beauty sorgt dafür, dass Content-Creators ständig neuen Content zu Produkten veröffentlichen – Affiliate-Integration ist dadurch einfach. Provisionen liegen meist zwischen 8-18%, Luxusmarken bieten manchmal mehr. Social Commerce-Funktionen auf Instagram, TikTok und Pinterest ermöglichen es, Conversions direkt aus dem Content zu erzielen.

Handgezeichnetes Diagramm, das Unternehmenstypen zeigt, die für Affiliate-Marketing geeignet oder ungeeignet sind

Unternehmenstypen, bei denen Affiliate-Marketing weniger effektiv ist

Komplexe B2B-Enterprise-Lösungen

Hochspezialisierte B2B-Angebote und Enterprise-Software stellen Affiliate-Marketing vor große Herausforderungen. Diese Produkte haben oft lange Verkaufszyklen über Monate oder Jahre, erfordern umfangreiche Beratung mit vielen Stakeholdern und individuelle Implementierungen. Enterprise-Kunden betreiben gründliche Prüfungen, fordern Sicherheits-Audits, verhandeln individuelle Verträge und benötigen dediziertes Account-Management. Affiliates können diesen persönlichen Service naturgemäß nicht bieten. Zudem sind in die Entscheidungsfindung oft mehrere Abteilungen und Führungskräfte eingebunden, sodass ein einzelner Affiliate-Link die Customer Journey nicht vollständig abbilden kann. Während B2B-Affiliate-Marketing für bestimmte SaaS-Produkte mit Self-Service möglich ist, funktioniert es bei komplexen Enterprise-Lösungen kaum.

Produkte mit beratungsintensivem, persönlichem Verkauf

Unternehmen, die auf persönliche Kontakte, Vorführungen und beratungsintensive Verkaufsprozesse angewiesen sind, sind für Affiliate-Marketing schlecht geeignet. Hierzu zählen Luxusimmobilien, hochwertiger Schmuck, Spezialanfertigungen oder professionelle Dienstleistungen. Für diese Produkte ist der Aufbau persönlicher Beziehungen, das Erkennen individueller Kundenbedürfnisse und gezielte Beratung essenziell. Das anonyme, performancegetriebene Affiliate-Modell passt nicht zum Beziehungsaufbau, der für solche Verkäufe nötig ist. Kunden erwarten bei teuren Käufen direkten Kontakt zu Experten – nicht Empfehlungen von Online-Affiliates. Die Komplexität und Individualisierung erschweren zudem die Nachverfolgung, welcher Affiliate einen Kauf beeinflusst hat.

Unternehmen mit sehr kleinem Produktsortiment

Unternehmen mit nur einem oder zwei Produkten haben es schwer, Affiliates langfristig zu motivieren. Affiliates benötigen Vielfalt, um abwechslungsreichen Content zu erstellen und ihre Zielgruppe zu binden. Bei begrenzter Produktauswahl sind die Content-Möglichkeiten schnell ausgeschöpft und die Motivation, weiter zu bewerben, sinkt. Wird ein Produkt zudem eingestellt oder veraltet es, leidet das gesamte Affiliate-Programm. Für solche Unternehmen bieten sich eher Direktvertrieb, Partnerschaften oder andere Kanäle an, statt in Affiliate-Infrastruktur zu investieren.

Lokale Dienstleistungen und standortabhängige Unternehmen

Dienstleistungsunternehmen mit lokalem Wirkungskreis – wie Klempner, Heizungsbauer, Zahnarztpraxen oder regionale Beratungen – tun sich mit dem online-fokussierten Affiliate-Modell schwer. Sie benötigen Kunden aus ihrer Region, nicht weltweit. Zwar könnten lokale Affiliates theoretisch vermitteln, doch das klassische Affiliate-Modell passt nicht zum Such- und Kaufverhalten bei lokalen Services. Kunden finden diese meist via Google Maps, lokale Verzeichnisse, Mundpropaganda oder gezielte Suchen wie „Dienstleistung in meiner Nähe“. Klassische Affiliate-Infrastruktur ist für standortbasierte Conversions nicht optimiert.

Kritische Faktoren zur Bewertung der Eignung von Affiliate-Marketing

FaktorIdeal für Affiliate-MarketingHerausfordernd für Affiliate-Marketing
VerkaufszyklusKurz (Tage bis Wochen)Lang (Monate bis Jahre)
GewinnmargenHoch (typisch 40%+)Niedrig (5-15%)
ProduktkomplexitätEinfach bis moderatHochkomplex, spezialisiert
VerkaufsprozessSelbstbedienung, automatisiertBeratungsintensiv, beziehungsbasiert
KundenakquisitionskostenMittel bis hochSehr hoch
ProduktsortimentVielfältig, mehrere AngeboteBegrenzt, einzelne/wenige Produkte
ZielgruppeOnline-affin, digitalOffline-orientiert, traditionell
Conversion-TrackingEinfach, automatisiertSchwierig, manuell
Customer Lifetime ValueHoch bis sehr hochVariabel
WiederkaufrateHoch (Abos, Verbrauchsartikel)Niedrig (Einmalkäufe)

Hohe Gewinnmargen und Customer Lifetime Value

Affiliate-Marketing funktioniert am besten, wenn Sie wettbewerbsfähige Provisionen zahlen können und dennoch profitabel bleiben. Unternehmen mit hohen Gewinnmargen – typischerweise ab 40% – können attraktive Provisionen (10-30%) bieten und trotzdem eine positive Rendite erzielen. Auch bei hohem Customer Lifetime Value lohnen sich großzügige Provisionen, da der langfristige Umsatz die Provisionskosten übersteigt. Besonders Abo-Modelle profitieren, da wiederkehrende Provisionen für Affiliates einen Anreiz schaffen, langfristig Werbeleistung zu erbringen.

Klares Online-Conversion-Tracking

Affiliate-Marketing benötigt zuverlässige Zuordnung und Conversion-Tracking. Unternehmen müssen in der Lage sein, eine Kundenaktion eindeutig der Promotion eines bestimmten Affiliates zuzuordnen. Für E-Commerce (Kauf-Tracking), SaaS (Anmelde-Tracking) und digitale Produkte (Download-Tracking) ist dies einfach. Unternehmen, bei denen der Kauf Offline-Komponenten, mehrere Kontaktpunkte oder längere Bedenkzeit umfasst, haben es dagegen schwer mit genauer Attribution. Die Fähigkeit, Tracking-Pixel, Affiliate-Links und Conversion-APIs zu implementieren, ist für den Erfolg eines Affiliate-Programms unerlässlich.

Vorhandene oder aufbaubare Zielgruppe bei Content-Creators

Ihr Unternehmen muss für Affiliates mit etabliertem Publikum aus Ihrer Zielgruppe attraktiv sein. Identifizieren Sie Influencer, Blogger und Publisher in Ihrer Nische mit engagierten Followern. In populären Nischen (Fitness, Finanzen, Technik, Lifestyle) gibt es viele potenzielle Affiliates. In sehr speziellen Nischen ist es schwieriger, genügend reichweitenstarke Partner zu finden. Die Fähigkeit, qualitativ hochwertige Affiliates zu identifizieren und zu gewinnen, ist entscheidend für den Erfolg.

B2B-Affiliate-Marketing: Besondere Überlegungen

B2B-Affiliate-Marketing ist seltener als im B2C-Bereich, kann aber für bestimmte Unternehmenstypen sehr effektiv sein. Erfolgreiche B2B-Programme sind auf längere Verkaufszyklen und mehrere Entscheider zugeschnitten. Laut aktuellen Studien lassen sich im B2B-Bereich bis zu 15% des digitalen Marketingumsatzes auf Affiliate-Marketing zurückführen, wenn das Programm richtig strukturiert ist.

B2B-Unternehmen sollten auf etablierte Branchen-Influencer, anerkannte Berater und Nischen-Creators mit Glaubwürdigkeit in der Zielgruppe setzen. Die Provisionsstruktur sollte den längeren Verkaufszyklus abbilden – viele erfolgreiche B2B-Programme zahlen kleinere Provisionen für qualifizierte Leads und größere Beträge beim Abschluss. Umfangreiche Schulungen und Ressourcen für Affiliates steigern zusätzlich den Erfolg, damit diese den Produktnutzen klar vermitteln können.

Entscheidungshilfe: Ist Affiliate-Marketing für Ihr Unternehmen sinnvoll?

Bevor Sie ein Affiliate-Programm starten, prüfen Sie Ihr Unternehmen ehrlich anhand folgender Kriterien. Ihr Unternehmen ist wahrscheinlich geeignet, wenn Sie die meisten dieser Fragen mit „Ja“ beantworten können: Haben Sie Produkte oder Dienstleistungen, die online effektiv beworben und gekauft werden können? Können Sie wettbewerbsfähige Provisionen zahlen und trotzdem profitabel bleiben? Haben Sie hohe Kundenbindungsraten oder wiederkehrende Umsätze? Können Sie Affiliates in Ihrer Nische identifizieren und gewinnen? Können Sie zuverlässiges Conversion-Tracking implementieren? Haben Sie Ressourcen zur Verwaltung und Betreuung des Programms?

Liegt Ihr Fokus dagegen auf komplexem B2B-Vertrieb, sind persönliche Beratungen nötig, Ihr Produktsortiment ist sehr begrenzt, Sie sind lokal tätig oder haben niedrige Margen, ist Affiliate-Marketing vermutlich nicht die beste Investition. Hier können Direktvertrieb, Partnerschaften, Content-Marketing oder bezahlte Werbung bessere Ergebnisse erzielen.

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